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Öffentliche Ausschreibungen

Titel : DE-Bochum - Bau von Fernstraßen
Dokument-Nr. ( ID / ND ) : 2022092309120680948 / 517502-2022
Veröffentlicht :
23.09.2022
Dokumententyp : Änderung einer Konzession/eines Auftrags während ihrer/seiner Laufzeit
Vertragstyp : Bauauftrag
Verfahrensart : Offenes Verfahren
Produkt-Codes :
45233124 - Bau von Fernstraßen
DE-Bochum: Bau von Fernstraßen

2022/S 184/2022 517502

Bekanntmachung einer Änderung

Änderung eines Vertrags/einer Konzession während der Laufzeit
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung
Westfalen AS Bochum
Postanschrift: Philippstraße 3
Ort: Bochum
NUTS-Code: DEA17 Oberhausen, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 44803
Land: Deutschland
E-Mail: [7]fu-wef-as-bo-vergabeservice@autobahn.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: [8]www.Autobahn.de

Abschnitt II: Gegenstand
II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

A2, AS OB-Königshardt - BW Mauskirchweg, 1. BA - Sanierung km
468+573,00 bis km 469+755,00
Referenznummer der Bekanntmachung: 23_A.09122.00_23-21-0093
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
45233124 Bau von Fernstraßen
II.1.3)Art des Auftrags
Bauauftrag
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:

Straßenbau
Los-Nr.: 1
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
45233124 Bau von Fernstraßen
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA17 Oberhausen, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung:

Oberhausen
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung zum Zeitpunkt des Abschlusses des
Vertrags:

Los 1:

ca. 2.200 m³ Oberbodenabtrag

ca. 56.000 m² Fräsarbeiten (Asphaltdeck, -binder und tragschicht)

ca. 7.390 m² Pechhaltige Befestigung aufnehmen

ca. 56.000 m² Frostschutzschicht (0/45) herstellen

ca. 56.000 m² Asphalttragschicht aus Asphalttragschichtmischgut AC 32 T
S herstellen

ca. 56.000 m² Asphaltbinderschicht aus Asphaltbinder AS 22 B S
herstellen

ca. 46.000 m² Asphaltdeckschicht aus Gussasphalt MA 11 S herstellen

ca. 46.000 m² Asphaltdeckschicht aus offenporigem Asphalt PA 8
herstellen

ca. 1.300 m Sickerrohrleitung DN 150 verlegen

ca. 11 Stck. Schachtneubau

ca. 200 m Huckepackleitung DN 400 verlegen

ca. 130 m Huckepackleitung DN 500 verlegen

Sanierungs- und Reparaturarbeiten an den Entwässerungseinrichtungen

Demontage Fahrzeugrückhaltesysteme aus Stahl und Beton

div. Arbeiten an der Fernmeldeanlage (Notrufsäule, kurz: NRS)

Sanierung der Überführungsbauwerke

Rück- und Neubau der VZA und VZB Sanierungsarbeiten auf dem BW 4407 835
Fernewaldstr.
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung, des dynamischen
Beschaffungssystems oder der Konzession
Beginn: 20/12/2021
Ende: 01/07/2024
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm,
das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

Abschnitt IV: Verfahren
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Bekanntmachung einer Auftragsvergabe in Bezug auf diesen Auftrag
Bekanntmachungsnummer im ABl.: [9]2022/S 155-439484

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
Auftrags-Nr.: 23-21-0093
Los-Nr.: 1
Bezeichnung des Auftrags:

A2 - 1. BA - Sanierung km 468+573,00 bis km 469+755,00 - Los 1
(Straßenbau)
V.2)Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1)Tag des Abschlusses des Vertrags/der Entscheidung über die
Konzessionsvergabe:
06/12/2021
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag/Die Konzession wurde an einen Zusammenschluss aus
Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: EUROVIA Teerbau GmbH
Postanschrift: Rheinbabenstraße 75
Ort: Bottrop
NUTS-Code: DEA17 Oberhausen, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 46240
Land: Deutschland
E-Mail: [10]kalkulation.bottrop@eurovia.de
Telefon: +49 2041993-210
Fax: +49 2041993-212
Internet-Adresse: [11]www.eurovia.de
Der Auftragnehmer/Konzessionär ist ein KMU: nein
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (zum Zeitpunkt
des Abschlusses des Auftrags;ohne MwSt.)
Gesamtwert der Beschaffung: 4 493 527.63 EUR

Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Bekanntmachungs-ID: CXPNYYVDFWL
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Die Autobahn GmbH des Bundes
Postanschrift: Friedrichstraße 71
Ort: Berlin
Postleitzahl: 10117
Land: Deutschland
E-Mail: [12]recht@autobahn.de
Telefon: +49 30403680-800
Fax: +49 30403680-810
Internet-Adresse: [13]www.autobahn.de
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: strassen.nrw - Autobahnniederlassung Hamm
Postanschrift: Otto-Krafft-Platz 8
Ort: Hamm
Postleitzahl: 59065
Land: Deutschland
E-Mail: [14]ANL-Ham-Vergabeservice@strassen.nrw.de
Telefon: +49 23819120
Fax: +49 2381912497
VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen
erteilt
Offizielle Bezeichnung: Die Autobahn GmbH des Bundes
Postanschrift: Friedrichstraße 71
Ort: Berlin
Postleitzahl: 10117
Land: Deutschland
E-Mail: [15]recht@autobahn.de
Telefon: +49 30403680-800
Fax: +49 30403680-810
Internet-Adresse: [16]www.autobahn.de
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
20/09/2022

Abschnitt VII: Änderungen des Vertrags/der Konzession
VII.1)Beschreibung der Beschaffung nach den Änderungen
VII.1.1)CPV-Code Hauptteil
45233124 Bau von Fernstraßen
VII.1.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
45233124 Bau von Fernstraßen
VII.1.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA17 Oberhausen, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung:

Oberhausen
VII.1.4)Beschreibung der Beschaffung:

Los 1:

ca. 2.200 m³ Oberbodenabtrag

ca. 56.000 m² Fräsarbeiten (Asphaltdeck, -binder und tragschicht)

ca. 7.390 m² Pechhaltige Befestigung aufnehmen

ca. 56.000 m² Frostschutzschicht (0/45) herstellen

ca. 56.000 m² Asphalttragschicht aus Asphalttragschichtmischgut AC 32 T
S herstellen

ca. 56.000 m² Asphaltbinderschicht aus Asphaltbinder AS 22 B S
herstellen

ca. 46.000 m² Asphaltdeckschicht aus Gussasphalt MA 11 S herstellen

ca. 46.000 m² Asphaltdeckschicht aus offenporigem Asphalt PA 8
herstellen

ca. 1.300 m Sickerrohrleitung DN 150 verlegen

ca. 11 Stck. Schachtneubau

ca. 200 m Huckepackleitung DN 400 verlegen

ca. 130 m Huckepackleitung DN 500 verlegen

Sanierungs- und Reparaturarbeiten an den Entwässerungseinrichtungen

Demontage Fahrzeugrückhaltesysteme aus Stahl und Beton

div. Arbeiten an der Fernmeldeanlage (Notrufsäule, kurz: NRS)

Sanierung der Überführungsbauwerke

Rück- und Neubau der VZA und VZB Sanierungsarbeiten auf dem BW 4407 835
Fernewaldstr.
VII.1.5)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung, des dynamischen
Beschaffungssystems oder der Konzession
Beginn: 20/12/2021
Ende: 01/07/2024
VII.1.6)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/des Loses/der Konzession: 4 493 527.63 EUR
VII.1.7)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: EUROVIA Teerbau GmbH
Postanschrift: Rheinbabenstraße 75
Ort: Bottrop
NUTS-Code: DEA17 Oberhausen, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 46240
Land: Deutschland
E-Mail: [17]kalkulation.bottrop@eurovia.de
Telefon: +49 2041993-210
Fax: +49 2041993-212
Internet-Adresse: [18]www.eurovia.de
Der Auftragnehmer/Konzessionär ist ein KMU: nein
VII.2)Angaben zu den Änderungen
VII.2.1)Beschreibung der Änderungen
Art und Umfang der Änderungen (mit Angabe möglicher früherer
Vertragsänderungen):

Nach interner Prüfung liegen triftige Gründe vor, nach denen auf ein
neues Vergabeverfahren verzichtet werden kann. Im Folgenden wird der
Hergang genauer dargestellt und der Sachverhalt erläutert.

Der Erhaltungsentwurf umfasst die grundhafte Sanierung der Fahrbahn auf
einer Länge von ca. 1,8 km. Zudem sind Arbeiten an den
Entwässerungseinrichtungen, den Fahrzeugrückhaltesystemen, den
Verkehrszeichenbrücken und -trägern, Sanierungsarbeiten an den
Überführungsbauwerken sowie Arbeiten an den Lärmschutzwänden
vorgesehen. Die Planung des Erhaltungsentwurfes unterlag der
Verantwortung von Straßen.NRW und wurde von der Regionalniederlassung
Ruhr - Haus Essen durchgeführt. Aufgrund von internen
Umstrukturierungen ist das Bauvorhaben zum 01.01.2021 in die
Zuständigkeit der Autobahn GmbH Außenstelle Bochum übergangen. Die
Ausschreibung, Vergabe und Ausführung der Maßnahme unterliegt somit der
Verantwortung der Außenstelle Bochum. Zum Zeitpunkt der Übergabe war
die Planung größtenteils abgeschlossen, jedoch fehlten letzte
Planunterlagen hinsichtlich der Lärmschutzwände und der Sanierung des
Bauwerks Alte Zechenbahn. Daher wurde sich darauf verständigt, die
Maßnahme in zwei Bauabschnitte aufzuteilen. Der erste Bauabschnitt
umfasst den Bereich von km 468+573,00 bis km 469+755,00. Der zweite
Bauabschnitt ist für den Bereich von km 469+755,00 bis km 470+409,00
vorgesehen. Die Ausführung des zweiten Bauabschnitts ist für das Jahr
2023 geplant.

Der gestellte Nachtrag Nr. 1 bezieht sich auf den ersten Bauabschnitt.
Im Zuge der Vorplanung der Maßnahme hat hinsichtlich einer möglichen
Verkehrsführung am 09.03.2020 ein erstes Abstimmungsgespräch mit den
entsprechenden Beteiligten (Straßen.NRW - Haus Essen, Verkehrszentrale,
zust. Polizei, Feuerwehr) stattgefunden und aufgrund des
hochfrequentierten Verkehrsbereichs wurde sich darauf verständigt eine
5+1-Verkehrsführung anzustreben, um alle Fahrstreifen aufrecht zu
erhalten. Auf Grundlage dieser Abstimmung hat die Planungsabteilung der
Außenstelle Bochum für die Umsetzung ein solches Verkehrskonzept
erarbeitet und dieses wurde in Absprache mit der Verkehrsbehörde aus
Hamm der Ausschreibung beigefügt und veröffentlicht. Am 06.12.2021
wurde der EUROVIA Teerbau GmbH der Zuschlag für den ersten Bauabschnitt
erteilt. Im Nachgang der Zuschlagserteilung wurde für den 04.01.2022
ein Verkehrstermin angesetzt, um den zuständigen Kommunen und
Meistereien, der zuständigen Polizei und Feuerwehr sowie der
Niederlassung Rheinland und der Verkehrszentrale, -behörde das
Verkehrskonzept und die Baumaßnahme zu präsentieren. Im Zuge dieses
Termins wurde von den externen Beteiligten kritisch angemerkt, dass die
geplante Verkehrsführung nicht in ausreichender Länge dimensioniert
wurde. Die Verkehrsführung muss weit über das Baufeld hinausgeführt
werden, dazu ist es nötig die Standspur ab dem Bauwerk Mauskirchweg bis
zur Anschlussstelle Bottrop in Anspruch zu nehmen. Da aufgrund von
unzureichender Bohrkernuntersuchungen nicht eindeutig war, ob die
Standspur ausreichend tragfähig ist, um den aufkommenden Verkehr (hier:
größtenteils Schwerverkehr) darüber zu führen, wurden kurzfristig
Bohrkernuntersuchungen durchgeführt. Diese lieferten das Ergebnis, dass
die Standspur nicht ausreichend dimensioniert ist. Aufgrund dessen
wurde seitens der Außenstelle Bochum die Entscheidung getroffen, die
Standspur zu ertüchtigen, um die Verkehrsführung korrekt umzusetzen und
die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Zum Zeitpunkt
des Verkehrstermins am 04.01.2022 und auch zum Zeitpunkt des Baubeginns
(23.02.2022) war es nicht absehbar, auf welche Kosten sich der Nachtrag
über die zusätzlichen Leistungen belaufen wird. Entsprechend waren
diese Informationen und Ergebnisse zum Zeitpunkt des ursprünglichen
Vergabeverfahrens nicht bekannt. Diese zusätzlich nötig gewordenen
Arbeiten sind nun Gegenstand des Nachtrags Nr. 1.

Der eingereichte Nachtrag Nr. 1 in Höhe von 1.160.752,69 EUR netto
nebst Auftragswert von 3.913.029,68 EUR netto überschreitet nicht den
EU-Schwellenwert. Jedoch wurde die gesamte Baumaßnahme nach interner
Kostenschätzung europaweit ausgeschrieben und dieser Auftrag losweise
vergeben. Nach Durchsicht und Prüfung überschreitet der Nachtragwert
die 15%-Hürde des ursprünglichen Auftragswertes, daher ist
vergaberechtlich zu prüfen, ob die zusätzlichen Arbeiten von dem
bereits beauftragten Auftragnehmer EUROVIA Teerbau GmbH auszuführen
sind oder, ob die Auftragsänderungen neu auszuschreiben und zu vergeben
sind.
VII.2.2)Gründe für die Änderung
Notwendigkeit zusätzlicher Bauarbeiten, Dienstleistungen oder
Lieferungen durch den ursprünglichen Auftragnehmer/Konzessionär
(Artikel 43 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2014/23/EU, Artikel 72
Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2014/24/EU, Artikel 89 Absatz 1
Buchstabe b der Richtlinie 2014/25/EU)
Beschreibung der wirtschaftlichen oder technischen Gründe und der
Unannehmlichkeiten oder beträchtlichen Zusatzkosten, durch die ein
Auftragnehmerwechsel verhindert wird:

Für eine Änderung durch den Nachtrag, ohne Durchführung eines neuen
Vergabeverfahrens spricht, dass die zusätzlichen Leistungen
erforderlich geworden sind und nicht in den ursprüngl.
Vergabeunterlagen vorgesehen waren. Die Änderungen waren im Rahmen der
Sorgfaltspflicht nicht vorhersehbar. Trotz intensiver Vorbereitung und
Vorplanung der Ausschreibung auf Grundlage des Verkehrstermins am
09.03.2020 ist es aufgrund des weiteren Abstimmungstermins am
04.01.2022 zu den nötigen zusätzl. Leistungen gekommen, um die
Verkehrsführung entsprechend einzurichten und dementsprechend das
erhöhte Verkehrsaufkommen zu entzerren und damit die Sicherheit der
Verkehrsteilnehmer und der auf der Baustelle tätigen Arbeiter zu
gewährleisten. Es ist zu beachten, dass es sich bei der A2 und gerade
dem hier zu sanierenden Teilstück in Höhe Oberhausen-Königshardt um
einen stark frequentierten Verkehrsbereich handelt. Der Eingriff in den
Verkehrsfluss durch die geänderte Verkehrsführung bringt ein erhöhtes
Stauaufkommen mit sich, welches für den einzelnen Verkehrsteilnehmer
weitere Einschränkungen und Behinderungen mit sich bringt. Ein
möglicher Stillstand oder eine Verzögerung im Bauablauf hätte die
Folge, dass der Verkehrsteilnehmer unnötig lange dem erhöhten
Stauaufkommen ausgesetzt wäre. Daher ist es zwingend notwendig
bautechn. Arbeiten zügig und vorausschauend auszuführen. Ein erneutes
Vergabeverfahren hätte hier lediglich das Gegenteil bewirkt und die
gesamte Baumaßnahme verzögert, siehe folgende Ausführungen.

Gegen ein erneutes Vergabeverfahren und einen Wechsel des
Auftragnehmers sprechen sowohl technische als auch wirtschaftliche
Gründe.

Wirtschaftliche Gründe

Der Auftragnehmer war bereits vollumfänglich in das Baugeschehen und
insbesondere den verkehrstechn. Abstimmungsterminen involviert und mit
den entsprechenden Gerätschaften vor Ort, um die Hauptleistungen
auszuführen. Bei einer Vergabe der zusätzl. Bauleistungen an einen
möglicherweise anderen Auftragnehmer hätte die Stellung der Geräte
ebenfalls mit ausgeschrieben werden müssen, obwohl sich die relevanten
Gerätschaften schon auf dem Baufeld befinden. Zumindest die Lieferung
und der Abtransport der Geräte hätten doppelte Kosten verursacht. Um
den festgelegten Bauablauf einzuhalten, wurden seitens der EUROVIA
Teerbau GmbH bereits erste Materialien und Dienstleistungen in Auftrag
gegeben, welche aufgrund der aktuellen Materialknappheit sowie so schon
sehr lange Lieferzeiten haben. Auch ist das derzeitige Steigen der
Materialpreise aufgrund der Lieferengpässe, aber auch aufgrund des
Ukraine-Krieges zu berücksichtigen. Bei einer Vereinbarung über
zusätzliche Leistungen ist eine erhebliche Verzögerung im Bauablauf
aufgrund von Lieferengpässen nicht zu erwarten und auch die derzeitigen
Preise konnte so gesichert werden. Dies wäre bei einem neuen
Vergabeverfahren nicht der Fall, wenn der weitere Auftragnehmer die
Materialien erst bei Zuschlag beauftragt hätte.

Technische/baubetriebliche Gründe

Die Verzögerung durch ein neues Vergabeverfahren hätte auch eine
Verzögerung im vereinbarten Bauablauf mit der EUROVIA Teerbau GmbH
bedeutet. Die EUROVIA Teerbau GmbH hätte die Arbeiten unterbrechen
müssen und Behinderung bzw. Baustillstand anzeigen müssen, da das
Durchführen der weiteren Arbeiten nicht möglich ist, ohne den
Standstreifen im Voraus zu ertüchtigen. Außerdem hätte der
Baustillstand dazu geführt, dass sich der Bauzeitenplan ändert. Ein
zeitlich paralleles Arbeiten von zwei verschiedenen Bauunternehmen im
Baufeld wäre auch in der Hinsicht nicht praktikabel gewesen, da die
Anzahl der Geräte (sodann doppelt vorhanden und doppelt bezahlt)
gleichzeitig auf dem Baufeld keinen Platz gehabt hätten und sich bei
den auszuführenden Arbeiten gegenseitig behindert hätten. Zudem hätte
sich durch ein erneutes Vergabeverfahren die Bauzeit um mindestens 50
Kalendertage (min. 10 Tage Ausschreibungsphase, min. 10 Tage
Angebotsfrist, min. 30 Tage Bindefrist) nach hinten verschoben, um
einen entsprechenden Auftragnehmer zu beauftragen. Zudem hätte sich der
neu beauftragte Auftragnehmer in das Baugeschehen einarbeiten müssen.
Bis die gesamten zusätzlichen Arbeiten endgültig ausgeführt worden
wären, hätte man mit mindestens weiteren 60 Kalendertagen Verzögerung
rechnen müssen, in denen die EUROVIA Teerbau GmbH keinerlei Tätigkeiten
in dem Baufeld hätte durchführen können. Hierbei sind noch keine mögl.
Verzögerungen, z.B. durch Materialknappheit oder ähnliches
einkalkuliert worden. Hervorzuheben ist also, dass sich allein durch
ein erneutes Vergabeverfahren der eigentlich vorgesehene Bauablauf um
min. 110 Kalendertage verzögert hätte. Die vorgenannte
Einarbeitungszeit für einen neuen Auftragnehmer und die dann
notwendigen Abstimmungstermine hätte ebenfalls wieder Zeit bedeutet und
damit einhergehende Kosten, obwohl die EUROVIA Teerbau GmbH bereits
vollumfänglich in die Thematik eingebunden gewesen war. Des Weiteren
ergibt sich durch einen Wechsel des Auftragnehmers ein erhöhter
Koordinierungsbedarf, der nicht in Relation zu den zusätzlichen
Arbeiten steht. Hier ist zu beachten, dass die Klarheit der
Mängelhaftung nicht gegeben ist, wenn ein anderer Auftragnehmer
zusätzl. Leistungen ausgeführt hätte, die für die eigentlichen
Bautätigkeiten nötig sind.

Mit dem Nachtrag Nr. 1 wird nicht der Gesamtpreis des Auftrages um mehr
als 50% erhöht.

Fazit

Die gemäß den obigen Ausführungen resultierenden beträchtlichen
Zusatzkosten durch zusätzl. Einarbeitungszeit, Orts- und
Abstimmungstermine, doppelte Gerätschaften sowie einem möglichen
Baustillstand in der Hauptmaßnahme, widersprechen der angestrebten
Wirtschaftlichkeit bei Bauvorhaben und entsprechen nicht dem
Grundsatzgedanken. Auch die aufgeführten techn. und baubetriebl.
Aspekte könnten bei einer Neuvergabe nicht oder nur mit
unverhältnismäßig hohem Aufwand umgesetzt werden.

Die Vereinbarung mit der EUROVIA Teerbau GmbH über den Nachtrag Nr. 1
über zusätzl. Bauleistungen zum ursprüngl. Auftrag ist damit
gerechtfertigt.
VII.2.3)Preiserhöhung
Aktualisierter Gesamtauftragswert vor den Änderungen (unter
Berücksichtigung möglicher früherer Vertragsänderungen und
Preisanpassungen sowie im Falle der Richtlinie 2014/23/EU der
durchschnittlichen Inflation im betreffenden Mitgliedstaat)
Wert ohne MwSt.: 3 913 029.68 EUR
Gesamtauftragswert nach den Änderungen
Wert ohne MwSt.: 5 073 782.37 EUR

References

7. mailto:fu-wef-as-bo-vergabeservice@autobahn.de?subject=TED
8. http://www.Autobahn.de/
9. https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:439484-2022:TEXT:DE:HTML
10. mailto:kalkulation.bottrop@eurovia.de?subject=TED
11. http://www.eurovia.de/
12. mailto:recht@autobahn.de?subject=TED
13. http://www.autobahn.de/
14. mailto:ANL-Ham-Vergabeservice@strassen.nrw.de?subject=TED
15. mailto:recht@autobahn.de?subject=TED
16. http://www.autobahn.de/
17. mailto:kalkulation.bottrop@eurovia.de?subject=TED
18. http://www.eurovia.de/

 
 
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