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Öffentliche Ausschreibungen

Titel : DE-Bochum - Bau von Fernstraßen
Dokument-Nr. ( ID / ND ) : 2022092309115080898 / 517504-2022
Veröffentlicht :
23.09.2022
Dokumententyp : Änderung einer Konzession/eines Auftrags während ihrer/seiner Laufzeit
Vertragstyp : Bauauftrag
Verfahrensart : Offenes Verfahren
Produkt-Codes :
45233124 - Bau von Fernstraßen
DE-Bochum: Bau von Fernstraßen

2022/S 184/2022 517504

Bekanntmachung einer Änderung

Änderung eines Vertrags/einer Konzession während der Laufzeit
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung
Westfalen AS Bochum
Postanschrift: Philippstraße 3
Ort: Bochum
NUTS-Code: DEA17 Oberhausen, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 44803
Land: Deutschland
E-Mail: [7]fu-wef-as-bo-vergabeservice@autobahn.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: [8]www.Autobahn.de

Abschnitt II: Gegenstand
II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

A2, AS OB-Königshardt - BW Mauskirchweg, 1. BA - Sanierung km
468+573,00 bis km 469+755,00
Referenznummer der Bekanntmachung: 23_A.09122.00_23-21-0093
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
45233124 Bau von Fernstraßen
II.1.3)Art des Auftrags
Bauauftrag
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:

Straßenbau
Los-Nr.: 1
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
45233124 Bau von Fernstraßen
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA17 Oberhausen, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung:

Oberhausen
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung zum Zeitpunkt des Abschlusses des
Vertrags:

Los 1:

ca. 2.200 m³ Oberbodenabtrag

ca. 56.000 m² Fräsarbeiten (Asphaltdeck, -binder und tragschicht)

ca. 7.390 m² Pechhaltige Befestigung aufnehmen

ca. 56.000 m² Frostschutzschicht (0/45) herstellen

ca. 56.000 m² Asphalttragschicht aus Asphalttragschichtmischgut AC 32 T
S herstellen

ca. 56.000 m² Asphaltbinderschicht aus Asphaltbinder AS 22 B S
herstellen

ca. 46.000 m² Asphaltdeckschicht aus Gussasphalt MA 11 S herstellen

ca. 46.000 m² Asphaltdeckschicht aus offenporigem Asphalt PA 8
herstellen

ca. 1.300 m Sickerrohrleitung DN 150 verlegen

ca. 11 Stck. Schachtneubau

ca. 200 m Huckepackleitung DN 400 verlegen

ca. 130 m Huckepackleitung DN 500 verlegen

Sanierungs- und Reparaturarbeiten an den Entwässerungseinrichtungen

Demontage Fahrzeugrückhaltesysteme aus Stahl und Beton

div. Arbeiten an der Fernmeldeanlage (Notrufsäule, kurz: NRS)

Sanierung der Überführungsbauwerke

Rück- und Neubau der VZA und VZB Sanierungsarbeiten auf dem BW 4407 835
Fernewaldstr.
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung, des dynamischen
Beschaffungssystems oder der Konzession
Beginn: 20/12/2021
Ende: 01/07/2024
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm,
das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

Abschnitt IV: Verfahren
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Bekanntmachung einer Auftragsvergabe in Bezug auf diesen Auftrag
Bekanntmachungsnummer im ABl.: [9]2022/S 155-439484

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
Auftrags-Nr.: 23-21-0093
Los-Nr.: 1
Bezeichnung des Auftrags:

A2 - 1. BA - Sanierung km 468+573,00 bis km 469+755,00 - Los 1
(Straßenbau)
V.2)Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1)Tag des Abschlusses des Vertrags/der Entscheidung über die
Konzessionsvergabe:
06/12/2021
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag/Die Konzession wurde an einen Zusammenschluss aus
Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: EUROVIA Teerbau GmbH
Postanschrift: Rheinbabenstraße 75
Ort: Bottrop
NUTS-Code: DEA17 Oberhausen, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 46240
Land: Deutschland
E-Mail: [10]kalkulation.bottrop@eurovia.de
Telefon: +49 2041993-210
Fax: +49 2041993-212
Internet-Adresse: [11]www.eurovia.de
Der Auftragnehmer/Konzessionär ist ein KMU: nein
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (zum Zeitpunkt
des Abschlusses des Auftrags;ohne MwSt.)
Gesamtwert der Beschaffung: 4 493 527.63 EUR

Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Bekanntmachungs-ID: CXPNYYVDFWL
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Die Autobahn GmbH des Bundes
Postanschrift: Friedrichstraße 71
Ort: Berlin
Postleitzahl: 10117
Land: Deutschland
E-Mail: [12]recht@autobahn.de
Telefon: +49 30403680-800
Fax: +49 30403680-810
Internet-Adresse: [13]www.autobahn.de
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: strassen.nrw - Autobahnniederlassung Hamm
Postanschrift: Otto-Krafft-Platz 8
Ort: Hamm
Postleitzahl: 59065
Land: Deutschland
E-Mail: [14]ANL-Ham-Vergabeservice@strassen.nrw.de
Telefon: +49 23819120
Fax: +49 2381912497
VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen
erteilt
Offizielle Bezeichnung: Die Autobahn GmbH des Bundes
Postanschrift: Friedrichstraße 71
Ort: Berlin
Postleitzahl: 10117
Land: Deutschland
E-Mail: [15]recht@autobahn.de
Telefon: +49 30403680-800
Fax: +49 30403680-810
Internet-Adresse: [16]www.autobahn.de
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
20/09/2022

Abschnitt VII: Änderungen des Vertrags/der Konzession
VII.1)Beschreibung der Beschaffung nach den Änderungen
VII.1.1)CPV-Code Hauptteil
45233124 Bau von Fernstraßen
VII.1.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
45233124 Bau von Fernstraßen
VII.1.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA17 Oberhausen, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung:

Oberhausen
VII.1.4)Beschreibung der Beschaffung:

Los 1:

ca. 2.200 m³ Oberbodenabtrag

ca. 56.000 m² Fräsarbeiten (Asphaltdeck, -binder und tragschicht)

ca. 7.390 m² Pechhaltige Befestigung aufnehmen

ca. 56.000 m² Frostschutzschicht (0/45) herstellen

ca. 56.000 m² Asphalttragschicht aus Asphalttragschichtmischgut AC 32 T
S herstellen

ca. 56.000 m² Asphaltbinderschicht aus Asphaltbinder AS 22 B S
herstellen

ca. 46.000 m² Asphaltdeckschicht aus Gussasphalt MA 11 S herstellen

ca. 46.000 m² Asphaltdeckschicht aus offenporigem Asphalt PA 8
herstellen

ca. 1.300 m Sickerrohrleitung DN 150 verlegen

ca. 11 Stck. Schachtneubau

ca. 200 m Huckepackleitung DN 400 verlegen

ca. 130 m Huckepackleitung DN 500 verlegen

Sanierungs- und Reparaturarbeiten an den Entwässerungseinrichtungen

Demontage Fahrzeugrückhaltesysteme aus Stahl und Beton

div. Arbeiten an der Fernmeldeanlage (Notrufsäule, kurz: NRS)

Sanierung der Überführungsbauwerke

Rück- und Neubau der VZA und VZB Sanierungsarbeiten auf dem BW 4407 835
Fernewaldstr.
VII.1.5)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung, des dynamischen
Beschaffungssystems oder der Konzession
Beginn: 20/12/2021
Ende: 01/07/2024
VII.1.6)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/des Loses/der Konzession: 4 493 527.63 EUR
VII.1.7)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: EUROVIA Teerbau GmbH
Postanschrift: Rheinbabenstraße 75
Ort: Bottrop
NUTS-Code: DEA17 Oberhausen, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 46240
Land: Deutschland
E-Mail: [17]kalkulation.bottrop@eurovia.de
Telefon: +49 2041993-210
Fax: +49 2041993-212
Internet-Adresse: [18]www.eurovia.de
Der Auftragnehmer/Konzessionär ist ein KMU: nein
VII.2)Angaben zu den Änderungen
VII.2.1)Beschreibung der Änderungen
Art und Umfang der Änderungen (mit Angabe möglicher früherer
Vertragsänderungen):

Nach interner Prüfung liegen triftige Gründe vor, nach denen auf ein
neues Vergabeverfahren verzichtet werden kann. Im Folgenden wird der
Hergang genauer dargestellt und der Sachverhalt erläutert.

Der Erhaltungsentwurf umfasst die grundhafte Sanierung der Fahrbahn auf
einer Länge von ca. 1,8 km. Zudem sind Arbeiten an den
Entwässerungseinrichtungen, den Fahrzeugrückhaltesystemen, den
Verkehrszeichenbrücken und -trägern, Sanierungsarbeiten an den
Überführungsbauwerken sowie Arbeiten an den Lärmschutzwänden
vorgesehen. Aufgrund von fehlenden Planunterlagen hinsichtlich der
Lärmschutzwände und der Sanierung des Bauwerks Alte Zechenbahn wurde
sich darauf verständigt die Maßnahme in zwei Bauabschnitte aufzuteilen.
Der erste Bauabschnitt umfasst den Bereich von km 468+573,00 bis km
469+755,00. Der zweite Bauabschnitt ist für den Bereich von km
469+755,00 bis km 470+409,00 vorgesehen. Die Ausführung des zweiten
Bauabschnitts ist für das Jahr 2023 geplant.

Der gestellte Nachtrag Nr. 2 bezieht sich auf den ersten Bauabschnitt
und beinhaltet Zusatzleistungen, die für die erste Bauphase des ersten
Bauabschnittes nötig sind und im Haupt-Leistungsverzeichnis nicht
vorgesehen waren. Dabei handelt es sich um Leistungen, wie z.B.
Demontage Pfostenzug Schutzeinrichtung, Erdplanum herstellen.

Zum anderen werden Leistungen aufgeführt, die aufgrund von Festlegungen
während eines Verkehrstermins am 04.01.2022 zum Tragen kommen. Um
während der Bauzeit die Andienung der Tank- und Rastanlage Bottrop-Süd
aufrecht zu erhalten ist es aus verkehrsrechtlicher Sicht notwendig den
Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen zu verbreiten. Laut
Ausschreibung war bereits eine Verbreiterung von ca. 50cm geplant,
diese ist allerdings nicht ausreichend und der Bereich muss um weitere
1,40m erweitert werden. Die im folgenden aufgeführten Leistungen sind
aufgrund der Anpassungen erforderlich:

- Einbau von Ausgleichstragschicht, -binderschicht und -deckschicht

- Bankett abtragen und entsorgen; Schicht ohne Bindemittel aufnehmen
und entsorgen

- Sicherung des Böschungsanschnittes durch L-Wände

- Abläufe liefern und einbauen; Schleppleitung zum Ablaufanschluss
liefern und verlegen; Austausch von Schachtbauteilen

Zuletzt wird innerhalb des Nachtrags Nr. 2 die zusätzliche Leistung
Erhöhung Schichtstärke FSS aufgeführt. Diese Leistung ist erforderlich,
da die ausgeschriebene Dicke der Frostschutzschicht innerhalb der
Planung nicht ausreichend dimensioniert wurde. Dies wurde erst im Zuge
der Arbeitsvorbereitung für die Bauphase 1 ersichtlich.

Der eingereichte Nachtrag Nr. 2 in Höhe von 1.186.926,43EUR netto nebst
Auftragswert von 3.913.029,68 EUR netto überschreitet nicht den
EU-Schwellenwert. Jedoch wurde die gesamte Baumaßnahme nach interner
Kostenschätzung europaweit ausgeschrieben und dieser Auftrag losweise
vergeben.

Nach Durchsicht und Prüfung überschreitet der Nachtragwert die
15%-Hürde des ursprünglichen Auftragswertes, daher ist vergaberechtlich
zu prüfen, ob die zusätzlichen Arbeiten von dem bereits beauftragten
Auftragnehmer EUROVIA Teerbau GmbH auszuführen sind oder, ob die
Auftragsänderungen neu auszuschreiben und zu vergeben sind.
VII.2.2)Gründe für die Änderung
Notwendigkeit zusätzlicher Bauarbeiten, Dienstleistungen oder
Lieferungen durch den ursprünglichen Auftragnehmer/Konzessionär
(Artikel 43 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2014/23/EU, Artikel 72
Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2014/24/EU, Artikel 89 Absatz 1
Buchstabe b der Richtlinie 2014/25/EU)
Beschreibung der wirtschaftlichen oder technischen Gründe und der
Unannehmlichkeiten oder beträchtlichen Zusatzkosten, durch die ein
Auftragnehmerwechsel verhindert wird:

Absatz 2 Nr. 2:

Für eine Änderung durch den Nachtrag, ohne Durchführung eines neuen
Vergabeverfahrens spricht, dass die zusätzlichen Leistungen
erforderlich geworden sind und nicht in den ursprünglichen
Vergabeunterlagen vorgesehen waren. Trotz intensiver Vorbereitung und
Vorplanung der Ausschreibung ist es aufgrund des Abstimmungstermins am
04.01.2022 zu den nötigen zusätzlichen Leistungen gekommen, um die
Verkehrsführung entsprechend einzurichten und dementsprechend das
erhöhte Verkehrsaufkommen weiter zu entzerren und damit die Sicherheit
der Verkehrsteilnehmer und der auf der Baustelle tätigen Arbeiter
gewährleisten zu können.

Neben diesem Aspekt ist zu beachten, dass es sich bei der A2 und gerade
dem hier zu sanierenden Teilstück in Höhe Oberhausen-Königshardt um
einen stark frequentierten Verkehrsbereich handelt. Der Eingriff in den
Verkehrsfluss durch die geänderte Verkehrsführung bringt ein erhöhtes
Stauaufkommen mit sich, welches für den einzelnen Verkehrsteilnehmer
zusätzliche Einschränkungen und Behinderungen mit sich bringt. Ein
möglicher Stillstand oder eine Verzögerung im Bauablauf hätte die
Folge, dass der Verkehrsteilnehmer unnötig lange dem erhöhten
Stauaufkommen ausgesetzt wäre. Daher ist es zwingend notwendig
bautechnische Arbeiten zügig und vorausschauend auszuführen. Ein
erneutes Vergabeverfahren hätte hier lediglich das Gegenteil bewirkt
und die gesamte Baumaßnahme verzögert, siehe untenstehende
Ausführungen.

Absatz 2 Nr. 2 a):

Gegen ein erneutes Vergabeverfahren und einen Wechsel des
Auftragnehmers sprechen sowohl technische als auch wirtschaftliche
Gründe.

Wirtschaftliche Gründe:

Der Auftragnehmer war bereits vollumfänglich in das Baugeschehen und
insbesondere den verkehrstechnischen Abstimmungsterminen involviert und
mit den entsprechenden Gerätschaften vor Ort, um die Hauptleistungen
auszuführen. Bei einer Vergabe der zusätzlichen Bauleistungen an einen
möglicherweise anderen Auftragnehmer hätte die Stellung der Geräte
ebenfalls mit ausgeschrieben werden müssen, obwohl sich die relevanten
Gerätschaften schon auf dem Baufeld befinden. Zumindest die Lieferung
und der Abtransport der Geräte hätten doppelte Kosten verursacht. Um
den festgelegten Bauablauf einzuhalten, wurden seitens der EUROVIA
Teerbau GmbH bereits erste Materialien und Dienstleistungen in Auftrag
gegeben, welche aufgrund der aktuellen Materialknappheit sowie so schon
sehr lange Lieferzeiten haben. Auch ist das derzeitige Steigen der
Materialpreise aufgrund der Lieferengpässe, aber auch aufgrund des
Ukraine-Krieges zu berücksichtigen. Bei einer Vereinbarung über
zusätzliche Leistungen ist eine erhebliche Verzögerung im Bauablauf
aufgrund von Lieferengpässen nicht zu erwarten und auch die derzeitigen
Preise konnte so gesichert werden. Dies wäre bei einem neuen
Vergabeverfahren nicht der Fall, wenn der weitere Auftragnehmer die
Materialien erst bei Zuschlag beauftragt hätte.

Technische/baubetriebliche Gründe:

Die Verzögerung durch ein neues Vergabeverfahren hätte auch eine
Verzögerung im vereinbarten Bauablauf mit der EUROVIA Teerbau GmbH
bedeutet. Die EUROVIA Teerbau GmbH hätte die Arbeiten unterbrechen
müssen und Behinderung bzw. Baustillstand anzeigen müssen, da das
Durchführen der weiteren Arbeiten nicht möglich ist, ohne den
Standstreifen im Voraus zu verbreitern. Außerdem hätte der
Baustillstand dazu geführt, dass sich der Bauzeitenplan ändert. Ein
zeitlich paralleles Arbeiten von zwei verschiedenen Bauunternehmen im
Baufeld wäre auch in der Hinsicht nicht praktikabel gewesen, da die
Anzahl der Geräte (sodann doppelt vorhanden und doppelt bezahlt)
gleichzeitig auf dem Baufeld keinen Platz gehabt hätten und sich bei
den auszuführenden Arbeiten gegenseitig behindert hätten.

Zudem hätte sich durch ein erneutes Vergabeverfahren die Bauzeit um
min. 50 Kalendertage (min. 10 Tage Ausschreibungsphase, min. 10 Tage
Angebotsfrist, min. 30 Tage Bindefrist) nach hinten verschoben, um
einen entsprechenden Auftragnehmer zu beauftragen. Zudem hätte sich der
neu beauftragte Auftragnehmer in das Baugeschehen einarbeiten müssen.
Bis die gesamten zusätzlichen Arbeiten endgültig ausgeführt worden
wären, hätte man mit mindestens weiteren 60 Kalendertagen Verzögerung
rechnen müssen, in denen die EUROVIA Teerbau GmbH keinerlei Tätigkeiten
in dem Baufeld hätte durchführen können. Hierbei sind noch keine
möglichen Verzögerungen, z.B. durch Materialknappheit oder ähnliches
einkalkuliert worden. Hervorzuheben ist also, dass sich allein durch
ein erneutes Vergabeverfahren der eigentlich vorgesehene Bauablauf um
mindestens 110 Kalendertage verzögert hätte. Die vorgenannte
Einarbeitungszeit für einen neuen Auftragnehmer und die dann
notwendigen Abstimmungstermine hätte ebenfalls wieder Zeit bedeutet und
damit einhergehende Kosten, obwohl die EUROVIA Teerbau GmbH bereits
vollumfänglich in die Thematik eingebunden gewesen war.

Des Weiteren ergibt sich durch einen Wechsel des Auftragnehmers ein
erhöhter Koordinierungsbedarf, der nicht in Relation zu den
zusätzlichen Arbeiten steht.

Hier gilt auch zu beachten, dass die Klarheit der Mängelhaftung nicht
gegeben ist, wenn ein anderer Auftragnehmer zusätzliche Leistungen
ausgeführt hätte, die für die eigentlichen Bautätigkeiten nötig sind.

Mit dem Nachtrag Nr. 2 wird nicht der Gesamtpreis des Auftrages um mehr
als 50% erhöht.

Fazit:

Die gemäß den obigen Ausführungen resultierenden beträchtlichen
Zusatzkosten durch zusätzliche Einarbeitungszeit, Orts- und
Abstimmungstermine, doppelte Gerätschaften sowie einem möglichen
Baustillstand in der Hauptmaßnahme, widersprechen der angestrebten
Wirtschaftlichkeit bei Bauvorhaben und entsprechen nicht dem
Grundsatzgedanken. Auch die aufgeführten technischen und
baubetrieblichen Aspekte könnten bei einer Neuvergabe nicht oder nur
mit unverhältnismäßig hohem Aufwand umgesetzt werden.

Die Vereinbarung mit der EUROVIA Teerbau GmbH über den Nachtrag Nr. 2
über zusätzl. Bauleistungen zum ursprüngl. Auftrag ist damit
gerechtfertigt.
VII.2.3)Preiserhöhung
Aktualisierter Gesamtauftragswert vor den Änderungen (unter
Berücksichtigung möglicher früherer Vertragsänderungen und
Preisanpassungen sowie im Falle der Richtlinie 2014/23/EU der
durchschnittlichen Inflation im betreffenden Mitgliedstaat)
Wert ohne MwSt.: 5 073 782.37 EUR
Gesamtauftragswert nach den Änderungen
Wert ohne MwSt.: 6 260 708.80 EUR

References

7. mailto:fu-wef-as-bo-vergabeservice@autobahn.de?subject=TED
8. http://www.Autobahn.de/
9. https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:439484-2022:TEXT:DE:HTML
10. mailto:kalkulation.bottrop@eurovia.de?subject=TED
11. http://www.eurovia.de/
12. mailto:recht@autobahn.de?subject=TED
13. http://www.autobahn.de/
14. mailto:ANL-Ham-Vergabeservice@strassen.nrw.de?subject=TED
15. mailto:recht@autobahn.de?subject=TED
16. http://www.autobahn.de/
17. mailto:kalkulation.bottrop@eurovia.de?subject=TED
18. http://www.eurovia.de/

 
 
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