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Öffentliche Ausschreibungen

Titel : DE-Halle (Saale) - Planungsleistungen im Bauwesen
Dokument-Nr. ( ID / ND ) : 2022092109260278562 / 515649-2022
Veröffentlicht :
21.09.2022
Angebotsabgabe bis :
17.10.2022
Dokumententyp : Ausschreibung
Vertragstyp : Dienstleistungsauftrag
Verfahrensart : Verhandlungsverfahren
Unterteilung des Auftrags : Gesamtangebot
Zuschlagkriterien : Wirtschaftlichstes Angebot
Produkt-Codes :
71320000 - Planungsleistungen im Bauwesen
DE-Halle (Saale): Planungsleistungen im Bauwesen

2022/S 182/2022 515649

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH
Postanschrift: Bornknechtstraße 5
Ort: Halle (Saale)
NUTS-Code: DEE02 Halle (Saale), Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 06108
Land: Deutschland
E-Mail: [6]gunnar.eltz@hws-halle.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: [7]www.hws-halle.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und
vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter:
[8]https://www.ausschreibung.swh.de/NetServer/TenderingProcedureDetails
?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-182f7d1d9a3-acd3023cedde9b
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via:
[9]https://www.ausschreibung.swh.de/NetServer/
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Kommunales Ver- und Entsorgungsunternehmen
I.5)Haupttätigkeit(en)
Umwelt

Abschnitt II: Gegenstand
II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Spitzenlastwasserwerk Halle-Beesen
Referenznummer der Bekanntmachung: HWS-2022-0038
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71320000 Planungsleistungen im Bauwesen
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Planungsleistungen für ein Wasserwerk, insbesondere Objektplanung
Ingenieurbauwerke (gem. § 41 ff. HOAI), Technische Ausrüstung
(Verfahrenstechnische Anlagen), Anlagengruppen 4, 5, 7.2.und 8 (gem. §
53 ff. HOAI) sowie FFH-Prüfungen.
II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEE02 Halle (Saale), Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung:

Wasserwerk (WW) Halle-Beesen
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Das Wasserwerk Halle-Beesen liegt im Süden der Stadt Halle unweit der
Mündung der Weißen Elster in die Saale. Die Rohwassergewinnung erfolgt
mit Brunnen im Uferbereich (Uferfiltration). Es wurde im Zeitraum von
1988 bis 1993 errichtet und war von Mai 1993 bis November 2007 im
Betrieb. Danach wurde es in Reservestellung versetzt.

Durch neue Bedarfsschwerpunkte mit hoher Nachfrage kommt das vorhandene
Trinkwassernetz an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Das Wasserwerk
Beesen soll nach Wiederinbetriebnahme als Spitzenlastwasserwerk und zur
Störbeherrschung genutzt werden. Dazu muss es möglich sein, das
Wasserwerk in einem aufwandsminimierten Stand-By-Betrieb zu halten und
es schnellstmöglich in den Volllastbetrieb zu überführen. Die
bestehende Anlage war für eine Kapazität von 60.000 m³/d ausgelegt.
Nach der Sanierung soll die Produktion von rund 20.000 m³/d Trinkwasser
möglich sein.

Für die Trinkwassergewinnung im Wasserwerk Beesen soll weiterhin die
naturnahe Methode der Uferfiltration angewendet werden. Das benötigte
Uferfiltrat soll aus der Saale unterhalb der Industriestandorte
Schkopau und Leuna entnommen und im Wasserwerk Beesen aufbereitet
werden.

Die qualitativen Aufbereitungsziele stellen in Verbindung mit dem
großen quantitativen Schwankungsbereich des geplanten
Wasserwerksbetriebes und der Option, vorhandene Anlagen und Bauwerke am
Wasserwerksstandort nutzen zu können, hohe Anforderungen an die
Verfahrenswahl und die Anlagenauslegung. Aus diesem Grund hat der
Auftraggeber eine unabhängige Forschungseinrichtung mit der Erarbeitung
eines grundlegenden Verfahrenskonzeptes beauftragt. Auf der Grundlage
der Aussagen und Hinweise dieses Konzeptes hat der Planer
eigenverantwortlich das Aufbereitungsverfahren auszuwählen und die
technologischen Anlagen auszulegen.

Folgende technische Anforderungen müssen erfüllt werden:

- Aufbereitungskapazität ca. 20.000 m3/d (Ausgang Trinkwasser)

- Mischbarkeit des abgegebenen Trinkwassers mit allen Wässern der
Fernwasserversorgung Elbaue - Ostharz (FEO)

- Enthärtung des Trinkwassers auf ca. 6'dH für die Gesamtmenge

- Möglichkeit zum langanhaltenden Stand-By-Betrieb des WW mit ca. 150
m³/h Durchfluss

- Übergang von Stand-By auf Vollastbetrieb innerhalb von maximal 5
Tagen

- Einrichtung einer modularen Enthärtungsanlage mit variablem
Teilstromanteil (zur Einstellung einer späteren reduzierten Enthärtung
auf ca. 6 und 13"dH).

Die zu nutzenden Gebäude werden mit der Wiederinbetriebnahme des
Wasserwerkes saniert und die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
der Anlagen komplett erneuert. Zusätzlich wird eine zentrale
Prozessleittechnik angebunden und mit allen Anlagen verknüpft.

Die Baukosten des Gesamtprojektes betragen ca. 48,4 Mio .
II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Kosten- und Terminmanagement / Gewichtung:
20,00
Qualitätskriterium - Name: Projektanalyse / Gewichtung: 25,00
Qualitätskriterium - Name: Projektorganisation / Gewichtung: 35,00
Preis - Gewichtung: 20,00
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des
dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 09/01/2023
Ende: 31/12/2026
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur
Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 3
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

siehe Anlage TN.2 Auswahlkriterien TNW_HWS WW Beesen_final
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Der Auftraggeber behält sich die stufenweise Beauftragung der
Leistungsstufen vor. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung der
Gesamtleistung besteht nicht. Zunächst werden nur die Leistungsphasen 1
bis 3 beauftragt. Die Freigabe der weiteren Leistungsphasen bedarf der
schriftlichen Beauftragung.
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm,
das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Es handelt sich um ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb.
Interessierte Unternehmen haben zunächst nur einen Teilnahmeantrag
einzureichen. Im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs werden aus den
grundsätzlich geeigneten Bewerbern anhand der bekannt gemachten
Auswahlkriterien diejenigen ausgewählt, die zur Abgabe eines Angebotes
aufgefordert werden. Es ist beabsichtigt maximal drei Bewerber zur
Angebotsabgabe aufzufordern. Die aufgeforderten Bieter haben ein
verbindliches Erstangebot einzureichen. Bieter, die ein fristgemäßes
und inhaltlich vollständiges Erstangebot eingereicht haben, werden zur
Angebotspräsentation und ggf. zur Verhandlung über ihre Angebote
eingeladen. An diesen Verhandlungsgesprächen müssen der benannte
Projektleiter sowie dessen Stellvertreter zwingend teilnehmen. Im
Anschluss an die Verhandlungsgespräche werden die Bieter aufgefordert,
ihre finalen Angebote einzureichen, in denen die Ergebnisse der
Verhandlung berücksichtigt werden. Diese Angebote werden einer
abschließenden Wertung anhand der Zuschlagskriterien unterzogen. Die
Einzelheiten zur Wertung der Angebote und Gewichtung der
Zuschlagskriterien ergeben sich aus der Wertungsmatrix (Anlage V.5).
Auf das Angebot mit dem besten Wertungsergebnis wird der Zuschlag
erteilt.

Kein Bieter hat Anspruch darauf, dass über sein Angebot verhandelt
wird. Der Auftraggeber behält sich vor, den Zuschlag auch ohne
Verhandlungen auf eines der Erstangebote zu erteilen.

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische
Angaben
III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen
hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Die vom Bewerber zu erfüllenden Kriterien und hierüber einzureichenden
Nachweise sind der Anlage TN.1 Eigenerklärung zu entnehmen.
III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Die vom Bewerber zu erfüllenden Kriterien und hierüber einzureichenden
Nachweise sind der Anlage TN.1 Eigenerklärung zu entnehmen.

Zusätzlich zu den in den Teilnahme- und Ausschreibungsbedingungen und
der Anlage TN.1 genannten Unterlagen sind die Erklärungen nach dem
LVG-LSA mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.
III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Die vom Bewerber zu erfüllenden Kriterien und hierüber einzureichenden
Nachweise sind der Anlage TN.1 Eigenerklärung zu entnehmen.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

vgl. Ziffer 4 der Anlage TN.1
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand
vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

Für überwiegende Teile der Leistungen ist die Qualifikation eines
Architekten oder Ingenieurs erforderlich.
III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der
Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren
IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen
Beschaffungssystem
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf
der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne
Verhandlungen durchzuführen
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 17/10/2022
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur
Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 21/10/2022
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge
eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 31/03/2023

Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
Aufträge werden elektronisch erteilt
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Die Beauftragung der einzelnen Leistungsphasen erfolgt stufenweise.

Mit Zuschlagserteilung gibt der Auftraggeber die Leistungsphasen 1 bis
3 zur Bearbeitung durch den Auftragnehmer frei. Die Leistungen bis
einschließlich Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) sind gemäß der
Baufachlichen Ergänzungsbestimmungen zu den Verwaltungsvorschriften zu
§44 LHO (ZBAU) zwingend bis zum 30.06.2023 abzuschließen, so dass die
Unterlagen zur baufachlichen Prüfung beim Fördermittelgeber eingereicht
werden können.

Die Beauftragung weiterer Leistungsphasen erfolgt stufenweise in
Abhängigkeit von den Planungsergebnissen, der Entwurfsplanung sowie
nach Vorliegen der positiven Prüfbescheide der Antrags- und
Bauunterlagen. Weitere Voraussetzung ist die Sicherstellung der
Finanzierung (öffentliche Fördermittel einschließlich Eigenmittel),
insbesondere das Vorliegen eines Fördermittelbescheid bis zum
31.12.2023.

Das Projekt ist aufgrund der förderrechtlichen Bestimmungen spätestes
am 31.12.2026 fertigzustellen (Übergabe betriebsbereites Wasserwerk)
und endabzurechnen.

Der spätere Auftragnehmer hat keinen Anspruch auf die Beauftragung
sämtlicher Leistungsphasen.
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: 1. Vergabekammer beim Landesverwaltungsamt
Sachsen-Anhalt
Postanschrift: Ernst-Kamieth-Straße 2
Ort: Halle (Saale)
Postleitzahl: 06112
Land: Deutschland
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

siehe § 160 GWB:

(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag
ein.

(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem
öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in
seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von
Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem
Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein
Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.

(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit

1.der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen
Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und
gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn
Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2
bleibt unberührt,

2.Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung
erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der
Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe
gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3.Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen
erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung
oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4.mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des
Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
16/09/2022

References

6. mailto:gunnar.eltz@hws-halle.de?subject=TED
7. http://www.hws-halle.de/
8. https://www.ausschreibung.swh.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-182f7d1d9a3-acd3
023cedde9b
9. https://www.ausschreibung.swh.de/NetServer/

 
 
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