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Öffentliche Ausschreibungen

Titel : DE-Marburg - Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
Dokument-Nr. ( ID / ND ) : 2019061209523462464 / 272502-2019
Veröffentlicht :
12.06.2019
Angebotsabgabe bis :
09.07.2019
Dokumententyp : Ausschreibung
Vertragstyp : Dienstleistungsauftrag
Verfahrensart : Verhandlungsverfahren
Unterteilung des Auftrags : Gesamtangebot
Zuschlagkriterien : Wirtschaftlichstes Angebot
Produkt-Codes :
71240000 - Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
DE-Marburg: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen

2019/S 111/2019 272502

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen
Legal Basis:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber
I.1)Name und Adressen
Landkreis Marburg-Biedenkopf
Im Lichtenholz 60
Marburg
35043
Deutschland
Kontaktstelle(n): Schönberger, Gerrit
Telefon: +49 64214051932
E-Mail: [1]zvs@marburg-biedenkopf.de
NUTS-Code: DE724

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: [2]https://portal.deutsche-evergabe.de
I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und
vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter:
[3]https://bieterzugang.deutsche-evergabe.de/evergabe.bieter/DownloadTe
nderFiles.ashx?subProjectId=vAi3fw2%252bBd4%253d
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via:
[4]https://portal.deutsche-evergabe.de
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand
II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Objektplanungsleistungen für Gebäude im Zuge der umfassenden Sanierung
des Gebäudes B der Beruflichen Schulen Biedenkopf
Referenznummer der Bekanntmachung: 2019002905
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71240000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Objektplanung für Gebäude gem. Teil 3, Abschnitt 1, HOAI im Zuge der
umfassenden Sanierung des Gebäudes B der Beruflichen Schulen
Biedenkopf.
II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
Wert ohne MwSt.: 557 916.58 EUR
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE724
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Der Kreis Marburg-Biedenkopf beabsichtigt das Klassengebäude B an den
Beruflichen Schulen in Biedenkopf umfassend zu sanieren. Es handelt
sich um ein 3-geschossiges Klassengebäude welches in Massivbauweise
errichtet wurde. Der innere Kern wurde in Ortbeton hergestellt, die
äußere Tragkonstruktion aus Stahlbetonfertigteilen. Im Bereich des
Betonkerns befinden sich eine Lüftungsanlage sowie die
Elektroverteilungen. Auf dem Flachdach ist die Photovoltaik-Anlage
eines externen Betreibers installiert. Neben einer energetischen
Sanierung und der Umsetzung eines Brandschutzkonzepts, sowie des
Schadstoffgutachtens, soll eine umfängliche bauliche Umstrukturierung
der Raumaufteilung umgesetzt werden. Demzufolge soll der Innenbereich
entkernt und komplett neu errichtet werden. Bei der Planung und
Umsetzung sind die Inklusion sowie die Vorgaben der Barrierefreiheit
nach DIN 18024-1 zwingend einzuhalten. Ein Aufzug wurde bereits in
einem Zwischenbau realisiert. Die bestehenden Grundrisse weisen einen
großen Bereich an Verkehrsflächen aus, die mit der Umbaumaßnahme zu
reduzieren sind. Die Räumlichkeiten entsprechen nicht mehr den
Anforderungen an eine zeitgemäße Pädagogik. Die bauliche Voraussetzung
für den Unterricht für die entsprechenden Lehrberufe muss geschaffen
werden. Es wird beabsichtigt die verschiedenen Lehrbereiche in Cluster
oder offene Lernbereiche zu strukturieren. Die Bereiche sollen flexibel
genutzt und umgebaut werden können.

Es ist beabsichtigt, die thermische Hülle in Holz-Rahmenbauweise mit
vorgehängter hinterlüfteter Fassade (passivhaustauglich) auszubilden.
Ein Putzsystem ist ausdrücklich nicht erwünscht. Die Fassade soll vor
die alte Außenkonstruktion (Stahlbetonkonstruktion) aufgestellt werden.
Die alte Tragkonstruktion soll in die thermische Hülle integriert
werden, um die Bauteile vor der Witterung zu schützen und eine nahezu
wärmebrückenfreie Gebäudehülle zu erhalten. Die Fassadenkonstruktion
wird vermutlich auf neue Streifenfundamente/Fundamentbalken gestellt
werden. Je nach Vorgabe der Tragwerksplanung sind die
Streifenfundamente oder Fundamentbalken auf die Köcherfundamente
aufzulegen. Abdichtung und Dämmung des Sockelbereichs sind hierbei die
neuralgischen Punkte. Die Fenster (Holz-Alu oder nur Alu) mit 3-fach
Isolier- und Sicherheitsverglasung, sowie Raffstore sollen direkt in
der Holzfassade luftdicht eingebaut und mit den Modulen geliefert
werden. Dadurch wird ein luftdichter Einbau gewährleistet. Eine Montage
vor Ort ist nicht gewünscht.

Die Erneuerung der Flachdachabdichtung einschließlich trittfester
Dämmung ist zu prüfen. Auf der Dachfläche befindet sich die
Photovoltaik-Anlage eines externen Betreibers. In die geplante
Vorhangfassade sollen die Ableitungen des Blitzschutzsystems integriert
werden.

Die Regenentwässerung ist neu zu planen. Die bauseitige innenliegende
Regenentwässerung soll nach außen an die Fassade geführt werden.
Aufgrund der neuen Raumkonzepte (Cluster & Offene Lernlandschaft) und
der dadurch notwendigen großzügigen Räume ist auf die Sicherstellung
des 2. Rettungswegs besondere Aufmerksamkeit zu richten.Der
Innenbereich soll komplett entkernt werden. Eine Schadstoffanalyse wird
gegenwärtig beauftragt. Es ist mit Asbest in der alten Außenhülle, KMF
und Formaldehyd in den alten Innenwänden zu rechnen. Mit Planungsbeginn
soll das Gutachten zur Verfügung stehen und ist bei sämtlichen Arbeiten
zu beachten. Weitere Bereiche sollen mit der Maßnahme umgesetzt werden:

Sanierung Schüler-WCs,

Herstellung eines Behinderten-WCs,

Herstellung von Umkleidebereichen für Küchenpersonal,

Herstellung von Büroflächen für ein Medienzentrum.

Durch die Sanierung soll der energetische Standard des Gebäudes auf die
Einhaltung der ENEV 2016 in Richtung Passivhauskomponenten verbessert
werden. Eine Zertifizierung wird jedoch nicht angestrebt.Bei der
gesamten Planung und Umsetzung ist neben den vor genannten Punkten die
Minimierung von Vandalismus-Schäden anzustreben.
II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: 1 Konzeptstudie / Gewichtung: 25
Qualitätskriterium - Name: 2 Organisations- und Ablaufkonzept /
Gewichtung: 10
Qualitätskriterium - Name: 3 Gesamteindruck im Präsentationsgespräch /
Gewichtung: 20
Preis - Gewichtung: 45
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des
dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/11/2019
Ende: 31/12/2023
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur
Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Gemittelter Jahresumsatz der letzten 3 Jahre (2016 bis 2018) § 45 Abs.
4, Satz 4 VgV, ~12 %, Referenzliste der in den letzten 3 Jahren
erbrachten Dienstleistungen des Bewerbers insgesamt § 46 Abs. 3, Satz 1
VgV, ~41 %,

Fachlicher Lebenslauf des vorgesehenen Projektleiters mit Referenzliste
vergleichbarer Dienstleistungen § 46 Abs. 3, Satz 8 VgV, ~12 %,

Fachlicher Lebenslauf des vorgesehenen Objektplaners mit Referenzliste
vergleichbarer Dienstleistungen § 46 Abs. 3, Satz 8 VgV, ~12 %,

Fachlicher Lebenslauf des vorgesehenen Bauleiters mit Referenzliste
vergleichbarer Dienstleistungen § 46 Abs. 3, Satz 8 VgV, ~12 %,

Anzahl der Mitarbeiter für entsprechende Dienstleistungen in den
letzten 3 Jahren mit Angabe der Führungskräfte § 46 Abs. 3, Satz 8 VgV,
~5 %,

Erklärung zur Schadensfreiheit ~4 %.

Im Hinblick auf die Unterkriterien zu diesen Auswahlkriterien sowie
deren Gewichtung verweist der Auftraggeber auf den Bewertungsbogen, der
über die unter Abschnitt I: Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen
verschicken: genannte Kontaktadresse bezogen werden kann.
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Es wird beabsichtigt die Vergabe der Objektplanungsleistungen im
Gesamten für die Leistungsphasen 1-8 zu beauftragen
II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm,
das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische
Angaben
III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen
hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Die geforderten Erklärungen und Nachweise sind unter zwingender
Verwendung des Bewerbungsformulars (siehe hierzu auch VI.3)
einzureichen. Die Erklärungen sind, wo gefordert, rechtsverbindlich zu
unterschreiben. Alle Nachweise und Erklärungen sind in deutscher
Sprache abzufassen. Die Nachweise und die jeweiligen zugehörigen
Unterlagen sind eindeutig kenntlich zu machen und entsprechend der in
den Hinweisen zur Bearbeitung des Bewerbungsbogens aufgeführten
Reihenfolge einzureichen. Eingereichte Bewerbungsunterlagen werden
nicht zurückgesandt. Folgende Nachweise sind unter zwingender
Verwendung der beigefügten Formulare mit der Bewerbung einzureichen:

a) Angaben zum Unternehmen mit Nachweis der Berechtigung des
projektverantwortlichen Ingenieurs zur Führung der Berufsbezeichnung
Ingenieur (vom Erbringer des Leistungsbildes Objektplanung Gebäude);

b) Erklärung zu § 73 Abs. 3 VgV (Unabhängigkeit von Ausführungs- und
Lieferinteressen) Anlage 1;

c) Erklärung zu § 6 Abs. 2 VgV (Wirtschaftliche Verknüpfungen) Anlage
2a;

d) Erklärung zu § 43 Abs. 3 VgV (Bevollmächtigung eines Vertreters der
Bietergemeinschaft sowie der gesamtschuldnerischen Haftung im
Auftragsfalle) Anlage 2b;

e) Erklärung zu § 123 Abs. 1 GWB (Erklärung, dass für das Unternehmen
keine Ausschlusskriterien gemäß Punkten 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und
10 des § 123 Abs. 1 GWB vorliegen) Anlage 3;

f) Erklärung, zu § 124 Abs. 1 GWB (Erklärung, dass für das Unternehmen
keine Ausschlusskriterien gemäß Punkten 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9
des § 124 Abs. 1 GWB vorliegen) Anlage 4.

Über die geforderten Bewerbungsunterlagen hinausgehend eingereichte
Unterlagen werden nicht berücksichtigt.

Die geforderten Auskünfte und Erklärungen sind bei
Bewerber-/Arbeitsgemeinschaften von allen Mitgliedern der Gemeinschaft
zu erteilen bzw. abzugeben. Teilnahmeanträge werden nur bei Vorlage des
vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Bewerbungsbogens
berücksichtigt. Sämtliche Nachweise und Erklärungen müssen aktuell sein
(nicht älter als 6 Monate vom Tag der Bekanntmachung an). Ausgenommen
sind hierbei die Nachweise der Berechtigung zur Führung der
Berufsbezeichnung Architekt/Ingenieur. Bei Bietergemeinschaften sind
die geforderten Unterlagen für alle Mitglieder vorzulegen, wobei jedes
Mitglied seine Eignung für den Leistungsbestandteil nachweisen muss,
den es angebotsmäßig übernehmen soll. Die Aufteilung der
Leistungsbestandteile innerhalb der Bietergemeinschaften ist anzugeben.
Soweit der Bewerber beabsichtigt, Teilleistungen an ein anderes
Unternehmen oder einen anderen Freiberufler weiterzugeben, sind
entsprechende Nachweise und Erklärungen für dieses/diesen vorzulegen,
die für diese Teilleistung die Eignungsprüfung des Unternehmers bzw.
Freiberuflers ermöglichen.
III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

a) Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung gemäß § 45 Abs. 4 VgV
einer EU-Versicherungsgesellschaft Anlage 5.

Mit dem Teilnahmeantrag ist der Nachweis der bestehenden Versicherung
einzureichen. Im Falle von geringeren Versicherungssummen als in Punkt
III.1.2 genannt, ist zusätzlich eine Bestätigung der
Versicherungsgesellschaft notwendig, aus der hervorgeht, dass im
Auftragsfall die Summen mindestens bis zur geforderten Höhe angehoben
werden.

b) Erklärung des Bewerbers gemäß § 45 Abs. 4, Satz 4 VgV über den
Gesamtumsatz (Honorare für Objektplanungsleistungen für Gebäude und
Innenräume) brutto in Mio. Euro in den letzten 3 Geschäftsjahren (2016,
2017 und 2018).

c) Erklärung des Bewerbers gemäß § 46 Abs. 3, Satz 8 VgV über die
Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter für Objektplanungsleistungen
im Jahresdurchschnitt der letzten 3 Geschäftsjahre (2016, 2017 und
2018) Anlage 7.

Die geforderten Auskünfte und Erklärungen sind bei
Bewerber-/Arbeitsgemeinschaften von allen Mitgliedern der Gemeinschaft
zu erteilen bzw. abzugeben. Teilnahmeanträge werden nur bei Vorlage des
vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Bewerbungsbogens
berücksichtigt. Sämtliche Nachweise und Erklärungen müssen aktuell sein
(nicht älter als 6 Monate vom Tag der Bekanntmachung an). Bei
Bietergemeinschaften sind die geforderten Unterlagen für alle
Mitglieder vorzulegen, wobei jedes Mitglied seine Eignung für den
Leistungsbestandteil nachweisen muss, den es angebotsmäßig übernehmen
soll. Die Aufteilung der Leistungsbestandteile innerhalb der
Bietergemeinschaften ist anzugeben. Soweit der Bewerber beabsichtigt,
Teilleistungen an ein anderes Unternehmen oder einen anderen
Freiberufler weiterzugeben, sind die entsprechenden Nachweise und
Erklärungen für dieses/diesen vorzulegen, für diese Teilleistung die
Eignungsprüfung des Unternehmens bzw. Freiberufler ermöglichen
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

a) Mindestdeckungssummen Berufshaftpflichtversicherung für
Objektplanungsleistungen Anlage 5:

2 000 000 EUR für Personenschäden sowie,

1 500 000 EUR für sonstige Schäden.
III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

a) Erklärung des Bewerbers für Objektplanungsleistungen gemäß § 46 Abs.
3, Satz 1 VgV, die sich auf wesentliche in den letzten 3 Jahren
erbrachten Leistungen vergleichbarer Projekte beziehen. Es werden nur
Referenzen berücksichtigt, bei denen ein Ansprechpartner des
Auftraggebers/Kunden genannt wird, der im Rahmen der Prüfung des
Teilnahmeantrages kontaktiert werden kann.

Für den Fall dass der Bewerber mehr als die geforderte Anzahl an
Referenzen einreicht, hat der Bewerber anzugeben, welche Referenzen der
Auftraggeber bei der Auswahlentscheidung berücksichtigen soll. Erfolgt
keine Angabe, wird der Auftraggeber die ersten eingereichten Referenzen
seiner Auswahl zugrunde legen. Im Hinblick auf die Erfüllung der
Mindestanforderung wird der Auftraggeber hingegen in diesem Fall alle
eingereichten Referenzen prüfen.

In der Referenzliste sind zwingend folgende Angaben zu machen:

Projektbezeichnung und Ort,

Auftraggeber mit Ansprechpartner und Kontaktdaten,

Art des Auftraggebers,

Ausführungszeitraum,

erbrachte Leistungsphasen,

Art der Maßnahme,

Nutzungsart,

Projektgröße BGF [m^2],

Brutto-Baukosten gem. DIN 276,

Referenzschreiben oder Eigenerklärung, soweit vorhanden.

b) Erklärung des Bewerbers über die berufliche Befähigung und
Qualifikation des Bewerbers und der Führungskräfte des Unternehmens
gemäß § 46 Abs. 3, Satz 6 VgV insbesondere der für die zu vergebende
Dienstleistung verantwortlichen Personen; Anlage 8 ff.

Gefordert sind Angaben/Nachweise und Referenzen der Projektmitarbeiter:

Name, berufliche Qualifikation (Ingenieur oder Architekt mit Nachweis),
Anzahl der Berufsjahre, es sind mindestens 3 persönliche
Referenzobjekte für vergleichbare Projekte anzugeben, mindestens eine
Referenz des Projektmitarbeiters muss aus dem Bereich des Schul- und
Bildungsbaus stammen.

Zu den Referenzen sind noch folgende Angaben zu machen:

Objektbezeichnung, Projektgröße bzw. -kosten brutto gem. DIN 276,
Angabe der Adresse einschließlich Telefonnummer des Ansprechpartners.

Bewerbungen ohne wertbare Referenzen werden nicht berücksichtigt.

Die geforderten Auskünfte und Erklärungen sind bei
Bewerber-/Arbeitsgemeinschaften von allen Mitgliedern der Gemeinschaft
zu erteilen bzw. anzugeben. Teilnahmeanträge werden nur bei Vorlage des
vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Bewerbungsbogens
berücksichtigt. Sämtliche Nachweise und Erklärungen müssen aktuell sein
(nicht älter als 6 Monate vom Tag der Bekanntmachung an). Bei
Bietergemeinschaften sind die geforderten Unterlagen für alle
Mitglieder vorzulegen, wobei jedes Mitglied seine Eignung für den
Leistungsbestandteil nachweisen muss, den es angebotsmäßig übernehmen
soll. Die Aufteilung der Leistungsbestandteile innerhalb der
Bietergemeinschaften ist anzugeben. Soweit der Bewerber beabsichtigt,
Teilleistungen an ein anderes Unternehmen oder einen anderen
Freiberufler weiterzugeben, sind entsprechende Nachweise und
Erklärungen für dieses/diesen vorzulegen, die für diese Teilleistung
die Eignungsprüfung des Unternehmers bzw. Freiberuflers ermöglichen.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

a) Mindestvoraussetzung: Neubau oder Sanierung von 1 öffentlichen
Gebäude (Schul-, Büro- oder Verwaltungsgebäude) in Holzbauweise in den
letzten 5 Jahren.
III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand
vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

Zugelassen werden alle natürlichen Personen, die nach dem für die
Auftragsvergabe geltenden Landesrecht zur Führung der Berufsbezeichnung
Architekt oder Ingenieur gemäß § 75 VgV Ausgabe 12.4.2016 berechtigt
sind. Ist in dem jeweiligen Herkunftsstaat die Berufsbezeichnung
gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen, wer
über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis
verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG und
Richtlinie 89/48/EWG gewährleistet ist.

Juristische Personen werden gemäß § 43 Abs. 1 VgV zugelassen, wenn für
die Durchführung der Aufgabe ein verantwortlicher Berufsangehöriger
benannt wird. Arbeitsgemeinschaften, bei denen jedes Mitglied die
Anforderungen erfüllt, die an die natürlichen oder juristischen
Personen gestellt werden, werden ebenfalls zugelassen. Der Bewerber
oder der örtliche Partner muss nach der Hessischen BO
bauvorlagenberechtigt sein.
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Bietergemeinschaften sind zugelassen, wenn jedes Mitglied der
Bietergemeinschaft gesamtschuldnerisch haftet und ein Mitglied als
Projektleiter und Ansprechpartner gegenüber benannt und mit
uneingeschränkter Vertretungsbefugnis ausgestattet wird.

Die Erklärung der Bietergemeinschaft (falls Bewerbung als
Bietergemeinschaft erfolgt) als gesamtschuldnerisch haftende
Arbeitsgemeinschaft mit bevollmächtigtem Vertreter ist vorzulegen.
(siehe hierzu auch III.2.1).
III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der
Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren
IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen
Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder
Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 09/07/2019
Ortszeit: 11:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur
Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 22/07/2019
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge
eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 26/09/2019
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Für die Auswertung des Teilnahmeverfahrens sind der auswertenden Stelle
die Bewerbungsunterlagen ausschließlich schriftlich vorzulegen. Die
Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt. Kostenfreier Bezug der
digitalen Unterlagen bei der in Abschnitt I: Ausschreibungs- und
ergänzende Unterlagen verschicken: genannten Kontaktadresse oder
direkt über [5]www.had.de. Eine Anforderung per E-Mail mit Angabe der
Verfahrensnummer und der Kontaktinformationen ist ausreichend. Somit
ist sichergestellt, dass der Auftraggeber etwaige zusätzliche Auskünfte
allen Bewerbern zugänglich machen kann.

Für sämtliche unter III.2.1 bis III.2.3 genannten Angaben und Nachweise
sind zwingend mittels der im

Bewerbungsformular enthaltenen Formblätter zu erbringen. Formlose
Anträge können nicht gewertet werden und werden von der Teilnahme
ausgeschlossen. Sofern nicht anders vermerkt, sind Kopien als Nachweise
ausreichend. Die ggf. geforderte Form der Nachweise sowie die
detaillierenden Mindestanforderungen sind den anzufordernden
Bewerbungsunterlagen und diesem Veröffentlichungstext zu entnehmen. Der
Bewerbungsbogen inkl. den geforderten Anlagen und Nachweisen ist von
jedem Mitglied einer Bewerbungsgemeinschaft sowie von jedem
Nachunternehmer gem. § 46 Abs. 3, Satz 10 VgV oder § 47 VgV auszufüllen
und einzureichen.
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Luisenplatz 2
Darmstadt
64283
Deutschland
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Luisenplatz 2
Darmstadt
64283
Deutschland
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfverfahrens vor der
Vergabekammer ist unzulässig, soweit:

1) der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im
Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb
von 8 Kalendertagen gerügt hat,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung
erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung
benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem
Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den
Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der
in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur
Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des
Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

Dies gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des
Vertrages nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB. § 101a Abs. 1 Satz 2 GWB bleibt
unberührt.
VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen
erteilt
Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Luisenplatz 2
Darmstadt
64283
Deutschland
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
07/06/2019

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References

1. mailto:zvs@marburg-biedenkopf.de?subject=TED
2. https://portal.deutsche-evergabe.de/
3. https://bieterzugang.deutsche-evergabe.de/evergabe.bieter/DownloadTenderFiles.ashx?subProjectId=vAi3fw2%252bBd4%253d
4. https://portal.deutsche-evergabe.de/
5. http://www.had.de/

 
 
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